Porträts gehören zu den häufigsten und gleichzeitig bedeutendsten Darstellungen in der Bildenden Kunst. Über Jahrhunderte hinweg über- lieferten beispielsweise antike Herrscher- und Philosophen- skulpturen ebenso ein Bild der dargestellten Personen wie mittelalterliche Buchmalerei, Renaissance-Retabeln, barocke Deckengemälde oder bürgerliche Familienportraits.
Das Kunstmuseum Spendhaus verfügt nicht nur über zahlreiche Holzschnittporträts, sondern auch über Gemälde und Zeichnungen dieses Genres, beginnend im 19. Jahrhundert und bis in die zeitgenössische Kunst reichend. Eine Auswahl aus dem Sammlungsbestand zeigt die Spannweite dieser Kunstgattung in verschied- enen Stilformen, Techniken und Darstellungsweisen auf.
Der Holzschnitt, seit seinen Anfängen Mittel zur Vervielfältigung von Meinungen und Bekenntnissen, ist das Medium des „betroffenen Zeitgenossen“ HAP Grieshaber. Als „homme engagé“, wie er sich selbst nannte, setzte er sein Messer überall dort an, wo es einen Anlass gab, wo „der Gegenstand drängt“. Die Gründung des Vereins „Hilfe zur Selbsthilfe e.V.“, zur Unterstützung entlassener junger Strafgefangener, vor 40 Jahren durch einen Kreis politisch engagierter Bürger um Karola und Ernst Bloch war beispielsweise ein solches Anliegen, das Grieshaber ideell und finanziell mit seiner Kunst unterstützte.
Wer sich dafür interessiert, wie eine Wolke aussieht, die an die Wand genagelt wurde, der sollte die Ausstellung von Nikolaus Koliusis (*1953) in der Stiftung für konkrete Kunst besuchen. Unter dem vieldeutigen Titel Records zeigt der Künstler Arbeiten aus den Jahren 2010 und 2011, darunter sechs Werke, die direkt vor Ort entstanden sind. Und wie seit nunmehr über 30 Jahren geht es auch in dieser aktuellen Ausstellung um die Phänomene Licht, Transparenz, Reflexion und Spiegelung.
Jenny Winters Rauminstallationen und Skulpturen entstehen durch die Auseinandersetzung mit Lebenssituationen und in Reaktion mit den gegebenen Räumlichkeiten. Dabei verwendet sie Materialien, die ihrer ursprünglichen Funktion beraubt und in neue Zusammenhänge gebracht werden. Für die Galerie auf dem Podest der Stadtbibliothek Reutlingen entwickelt die Künstlerin eine Installation, die in netzartigen Verzweigungen und Rüsselformationen, ein begehbares Labyrinth bildet, einem menschlichen Gehirn ähnlich.
Arbeiten aus der Arbeitsgemeinschaft Steinbildhauerei.
In dieser Ausstellung ist nun die Exlibris-Sammlung von Gerhard und Brigitte Hartmann für Coco zu sehen: Coco, die bildschöne Gelbstirnamazone, gehört seit 35 Jahren zur Familie. Lesen kann sie nicht, sie besitzt aber inzwischen eine stattliche Büchersammlung mit Widmungen von Schriftstellern, und sie ist wahrscheinlich der erste Vogel weltweit, der Exlibris auf seinen Namen besitzt. Seit fünf Jahren lässt „ihr Mensch“ immer wieder Bucheignerzeichen für Coco gestalten. Über 30 verschiedene namhafte Graphiker hat Gerhard Hartmann inzwischen beauftragt. Die Motive sind dabei so vielfältig wie die künstlerischen Ausdrucksformen: von Hommage an Coco Chanel bis Lady Coco alias Lady Gaga.
Fotografien mit Überblick.
Der Reutlinger Grafiker Hartmut Schenker zeigt mit seinen großformatigen Panoramafotografien eine gut bekannte Landschaft auf einzigartige Weise. Die Bilder bieten mit ungewöhnlichen Blickwinkeln und besonderen Stimmungen ein neues Bild dieser Kulturlandschaft und laden dazu ein, die Schwäbische Alb zu entdecken.
Betzinger Krautskräga
Friedrich II. und Preußen.
Die Lyonel-Feininger-Galerie Quedlinburg zu Gast im Spendhaus.
Die Ausstellung, die die Reihe der monografischen Präsentationen des Kunstmuseums zu bedeutenden Vertretern der Klassischen Moderne fortsetzt, nimmt den 25. Todestag des Quedlinburger Sammlers Dr. Hermann Klumpp (1902-1987) zum Anlass, einen Querschnitt durch die Sammlung der Lyonel-Feininger-Galerie Quedlinburg und damit auch durch das Schaffen Lyonel Feiningers (1871-1956) zu geben. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von Aquarellen und Zeichnungen sowie Holzschnitten und Radierungen dieses bedeutenden Bauhaus-Künstlers und populären Vertreters der Klassischen Moderne.
Wenn ein Kind oder ein Jugendlicher lebensverkürzend erkrankt, gehört das zum Schlimmsten, was einer Familie widerfahren kann. Seit 2010 gibt es in Reutlingen einen ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst. Geschulte ehrenamtliche Mitarbeiter/-innen begleiten, unterstützen und entlasten betroffene Familien im Alltag. Die Ausstellung gibt Einblicke in die Arbeit des Kinder- und Jugendhospizdienstes.
Zu Gast: Theater auf Tour.